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SPD - Sparpläne - Das Ei des Columbus

Sparvorschläge der SPD
Faules Ei oder Ei des Columbus ?


Nicht schlecht staunt die UWIGA über den Vorschlag, das Bessunger Hallenbad doch als Genossenschaft weiter zu führen. Grundstock könnten die 7.000 Bürger sein, die sich für dessen Erhalt ausgesprochen haben. Da tun sich ja unendliche Möglichkeiten auf.
Die meisten Adressen hat man ja und man könnte den Bürgern doch dieses sozial klingende Geschäftsmodell bedrohlich schmackhaft machen.

Aber die UWIGA denkt weiter. Das Modell ließe sich auch auf die Befürworter des Darmstadtiums erweitern. So wäre man die Schulden los und es gibt ja massenhaft Bürger, die die „Schepp-Schachtel“ wollten oder wollen. Also, ein Umfrage starten und dann das ganze Ding den Befürwortern übergeben. Auch das Staatstheater schreit geradezu nach einem solchen Modell.
Nordostumgehung mit Mauteinnahmen als Genossenschaftsmodell finanziert von der IHK und danach rufenden Partnern! Faszinierende Idee.

Je mehr man nachdenkt, fast alle defizitären Einrichtungen könnte die Stadt so elegant an die daran interessierten Bürger übergeben. Unendliche Möglichkeiten tun sich da auf.
Nur, liebe Bürger, dann müsst ihr euch aber sorgfältig überlegen für welche Einrichtungen ihr plädiert, demonstriert. Ganz schnell könntet ihr Euch in einer Genossenschaft wiederfinden und müsst das Erwünschte selbst finanzieren.

Sparen klingt ja an sich schon negativ, nach Einschränkungen, nach Ende vom Wohlstand. Die SPD bringt es fertig sogar noch eins draufzusetzen und vor einer „Spar-Hysterie“ zu warnen.
Demnach hat man dort immer noch nicht die Ernsthaftigkeit der Situation begriffen.

Wenn externe Durchleuchter der Personalsituation gebraucht werden, ist doch zu erkennen, dass die Führungsriege weder den Mumm noch das Urteilsvermögen hat, um diese Situation selbst zu bereinigen.
Der „Externe“ ist dann schuld, wenn man langjährige Duzfreunde und Weggenossen nicht mehr einstellen oder befördern kann, ja sogar entlassen muss. So wie auch das RP natürlich schuld ist, wenn jetzt Einschränkungen auf die Bürger zukommen.
Die jahrelange Misswirtschaft haben aber allein die Regierenden und nicht irgendwelche externe Sündenböcke zu verantworten.

Wahlen gewinnt man durch Geben und nicht mit Nehmen. Folgerichtig will man natürlich auch nicht an die Vereinsförderung. Mit Geldern aller Bürger hat man sich dort ein Wahlklientel aufgebaut, das natürlich nicht gefährdet werden soll. Man will ja die nächste Wahl gewinnen - was schert da einen, dass nachfolgende Generationen das ausbaden müssen. Die eigenen Pensionen sind da längst abgesichert, frei nach dem Motto: „nach uns die Sintflut“. Verantwortliche Politik sieht anders aus.

hk 21.08.08

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25.08.2008