Home >> Presse >> E 44 - Wolfhartsweg

E 44 - Wolfhartsweg

Neue Seite 1

 

Medienmitteilung

 

Unverhoffte Müllplatzsanierung durch Baugebietserschließung in Eberstadt

 

Mit Vorlage 2008/0441 an die Stadtverordnetenversammlung berichtet der Magistrat der Wissenschaftsstadt Darmstadt über Mehrkosten in Höhe von mehr als 700.000,00 € bei der Erschließung des Baugebiets E 44 – Wolfhartweg in Eberstadt.

 

Die Pannenserie im Dezernat des wegen seiner angeblichen fachlichen Fähigkeiten ja erst kürzlich von der Mehrheit in der Stadtverordnetenversammlung wieder gewählten Stadtrats Dieter Wenzel setzt sich damit - wie zu erwarten war – fort. Es ist kaum vorstellbar, dass bei einem ordnungsgemäß betriebenen Aufstellungsverfahren für einen Bebauungsplan, bei dem insbesondere Informationen aus dem Umweltbereich gesammelt werden, die Existenz eines Müllkörpers mit dem nunmehr vorgefundenen Umfang im Plangebiet unentdeckt geblieben wäre. Die Planung hätte ggf. den Müllkörper berücksichtigen können. Notwendige Mehraufwendungen hätten rechtzeitig in die städtebauliche Kalkulation einfließen können. Weitere Verzögerungsschäden, wie sie jetzt offenbar anstehen hätten vermieden werden können.

 

Den größeren Teil der Mehrkosten soll nach Möglichkeit dem Darmstädter Müllgebührenzahler angelastet werden. Jedenfalls soll nach Wunsch des Magistrats ein externer Spezialist diese Option prüfen. Bleibt zu hoffen, dass dieser Externe erkennt, dass nicht etwa die – nicht vorhandenen – Gefahren, die von dem im Ruhezustand befindlichen Müllkörper ausgehen die Beseitigungskosten erforderlich machen. Auslöser ist vielmehr die Tiefbautätigkeit im Gebiet. Bei den Kosten für die Erschließung und als Abschlag beim Grundstückpreis sind diese Kosten unterzubringen – nicht beim Gebührenzahler.

 

Auch wenn die Kosten in diesem Fall letztlich wieder an der Allgemeinheit hängen bleiben dürften, ist es nach Meinung der UWIGA höchste Zeit, die Forderungen nach personellen und finanziellen Konsequenzen für die Verantwortlichen für Missmanagement, die derzeit in der Wirtschaft immer lauter werden, auch auf die verantwortlichen  Darmstädter Magistratsmitglieder zu erstrecken.

 

 

eb 19.11.2008

 

20.11.2008