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Tariferhöhung Gas

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Gas-Tariferhöhung bei der Entega

 

Preiskontrolle im Sinne der Bürger versprechen FDP, CDU, SPD, Grüne

 

 

 

 

Glaubhafte Zusage ?  - Wir meinen nein, das wäre ein zirkusreifer Spagat.

Gemeinsam mit dem Zirkus ist dieser Aussage lediglich ihr Showeffekt.

 

 

Ja, es sitzen einige Kommunalpolitiker im Entega-Aufsichtsrat und sprechen jetzt von moderaten

Preiserhöhungen im Interesse der Verbraucher. Die Verbraucher sind großteils Darmstädter Bürger. Hört sich also schön bürgernah an.

 

Nur die Realität ist, bei der Entega will man Gewinne machen, Renditen erzielen. Daran hat ja die Stadt als Anteilseigner ebenfalls ihr ureigenstes Interesse. Mit den Ausschüttungen lassen sich Projekte finanzieren, die sonst in der Schublade landen würden. Nur bezahlen muss dies der Bürger in Form von Tarifen, die diese Gewinne erst ermöglichen.

 

Im Gegensatz zum Abwasser unterliegt die Preisfindung von Strom und Gas nicht dem Gebührenrecht.

Weil das beim Abwasser so ist, konnte die IG-Abwasser erfolgreich gegen diese Art von ungebührlichen Gebühren juristisch vorgehen. Damals musste sich die IG anhören, nun könne man keine Kindergärten mehr wegen dieses gewonnenen Rechtsstreites bauen.

Als ob die Gebühren dazu da wären, den Bürger verdeckt zur Kasse zu bitten. Gerade diese hübsche Geldbeschaffungsmethode sollte durch das Gesetz verhindert werden. Handelt es sich doch beim Abwasser um eine Daseinsfürsorge, die praktisch zwangsläufig ein Monopol darstellt und eben keine unangebrachten Zusatzeinnahmen generieren soll, denen der Bürger wehrlos ausgeliefert wäre.

 

Bei Strom und Gas ist das vollkommen anders. Da haben wir den sogenannten freien Wettbewerb, also die Logik einer kapitalistisch orientierten Betriebsführung. Kein Gebührenrecht zügelt hier die Renditebildung.

Wieso sollten die Kommunalpolitiker, zumal die Koalition, ein übermäßiges Verlangen haben die Tarife zugunsten von Bürgern und gegen die Interessen der Stadt zu senken ?

Jedes Jahr nimmt man doch dankbar die Gelder an und erzählt dem Bürger, wie großartig man gewirtschaftet habe. Der scheint nicht zu merken, wer diese Gelder zuvor aufgebracht hat.

Hinzu kommt, die Heag Holding, die Darmstadt gehört, will 40 Prozent ihres Energieversorgers HSE von Eon zurückkaufen. Auch dazu braucht man eine Menge Geld. Von wem holt man sich das wohl ?

 

hk 14.11.08

20.11.2008